Die Projekte – Siedlung und Mobilität im Kontext

Das RegioNetzWerk verfolgt im Rahmen der integrierten Raumentwicklung die Umsetzung konkreter Leitprojekte, um Siedlungs- und Mobilitätsentwicklung integriert zu planen. Diese tragen absehbar zu einer integrierten regionalen Raumentwicklung bei.

Die zehn Leitprojekte sind politisch beschlossen bzw. gewollt und werden in den nächsten Jahren nach Maßgabe der Qualitätskriterien umgesetzt. Dabei stehen Siedlungsentwicklungsprojekte und Mobilitätsprojekte immer in enger Abhängigkeit zueinander. Hinzu kommen 15 Zukunftsprojekte, die für die Zielsetzungen des RegioNetzWerks absehbar von Bedeutung sind.

Die zehn Leitprojekte

Duisburg Wedau/Bissingheim
Duisburg Wedau/Bissingheim

L1 Duisburg Wedau/Bissingheim

Zahlen: 90 ha, 60 ha Wohnen, 3.000 WE

Die Siedlungsentwicklung erschließt ein neues Wohngebiet auf einer ehemaligen Bahnfläche in unmittelbarer Nähe zu einem Haltepunkt der Ratinger Weststrecke mit den Funktionen Einzelhandel, Wohnen, Freiraum sowie Entwicklung eines gewerblichen Bereichs mit teilweiser Nutzung der bestehenden Gebäude. Zielgruppe sind Neubürger mit mittlerem und gehobenem Einkommen. Die Rahmenplanung als Grundlage für den in Aufstellung befindlichen Bebauungsplan ist beschlossen. Durch die Entwicklung werden auch angrenzende Stadtquartiere mit Nahversorgung, zwei Kindergärten und einer Grundschule verbessert versorgt.

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft wird Erschließungsinfrastruktur und Wohngebäude mit Sozialbindung errichten. Das Projekt ist aufgrund des fortgeschrittenen Planungsstands besonders geeignet, Ansätze des Netzwerks frühzeitig zu „testen“ und ggf. aus den Erfahrungen zu lernen.

Das Leitprojekt Ratinger Weststrecke und die Siedlungsentwicklung Wedau/Bissingheim befruchten sich gegenseitig. Eine Wohnbauflächenabsprache zwischen den Städten Duisburg und Düsseldorf liefert die Begründung für die regionalplanerische Notwendigkeit der Entwicklung.

Der regionale Lernwert besteht in der engen Verknüpfung von Wohnsiedlungsentwicklung auf einer Brachfläche in Verbindung mit optimalen lokalen Freizeit- und Erholungsangeboten, Lagegunst in der Stadt und Region sowie Anbindung an die zukünftig wichtige regionale Ratinger Weststrecke. Neben einer neuen Buslinie werden bestehende Knotenpunkte ertüchtigt. Die Fläche soll an den Radschnellweg RS 1 angebunden werden. Im Quartier wird ein Netz aus Rad- und Fußwegen realisiert. An einer Mobilitätsstation sind CarSharing, E-Mobilität etc. verknüpft.

Ratingen Lintorf Nord
Ratingen Lintorf Nord

L2 Ratingen Lintorf Nord

Zahlen: 23 ha (davon 11 ha Wohnen), 600 WE

Die Siedlungsentwicklung liegt im Einzugsbereich der Ratinger Weststrecke. Die Siedlungsfläche wird durch das bestehende Nahverkehrsnetz erschlossen. Der künftige S-Bahn-Halt Ratingen-Lintorf ist über einen kreuzungsarmen Radweg zu erreichen. Die Planung befindet sich in einem frühen Stadium, sodass die Qualitätskriterien der regionalen Kooperation angewendet werden können. Ebenso wird ein Direktanschluss an den Radschnellweg Dü-Ra-Du hergestellt.

Die angestrebte Zielgruppe bzw. Wohnform sind junge Familien, seniorengerechtes Wohnen und preisgünstiges Wohnen. Nicht störendes bzw. nicht wesentlich störendes Gewerbe soll integriert werden. Zur Vorbereitung der Planung soll ein qualitätssicherndes, partizipatives Verfahren durchgeführt werden.

Düsseldorf Nördlich Kalkumer Schlossallee
Düsseldorf Nördlich Kalkumer Schlossallee

L3 Düsseldorf Nördlich Kalkumer Schlossallee (ca. 17 ha) / Östlich Zur Lindung (4,55 ha)

Anzahl WE offen

Aufgrund der hohen Nachfrage entsteht hier neuer Wohnraum mit verschiedenen für angrenzende Quartiere wichtiger Infrastruktur (Schulen, Kitas, Seniorenwohnanlage, Bezirkssportanlage, Einzelhandel). Mit der Entwicklung wird der Siedlungsrand gestaltet. Es entstehen Angebote für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen. Die Fläche Kalkumer Schlossallee liegt an der Stadtbahnlinie U 79, die die Düsseldorfer Innenstadt mit der Innenstadt von Duisburg verbindet. Das Projekt wird durch das Leitprojekt „Radschnellweg Duisburg-Ratingen“ (L7) an einen neuen Radschnellweg angeschlossen. Das Konzept sieht für diese Fläche das Labor „Klima-Quartier – klimagerecht, ökologisch angepasst, nachhaltig geplant“ vor.

Abb. 1: Nördlich Kalkumer Schlossallee

Aufgrund der heterogenen Eigentumsverhältnisse der Fläche Nördlich Kalkumer Schlossallee ist hier eine Neuordnung erforderlich. Der geringe Anteil städtischer Flächen und der gleichzeitig sehr große Anteil gewünschter öffentlicher Nutzungen macht es erforderlich, dass weitere städtische Flächen in ein Umlegungsverfahren einbezogen werden müssen.

Abb. 2: Östlich zur Lindung

Daher bietet es sich an, die Baureserve „Östlich Zur Lindung“ parallel zu entwickeln, da diese zu großen Teilen im städtischen Besitz liegt. Das Bebauungsplanverfahren wird mit einer extern moderierten öffentlichen Workshop-Reihe voraussichtlich im Herbst 2019 starten. Gekoppelt ist der Start an die Erarbeitung und Vorstellung eines Verkehrskonzeptes für den Düsseldorfer Norden als Teil des gesamtstädtischen Mobilitätsplan D, der derzeit mit großer Öffentlichkeitsbeteiligung erstellt wird.

Meerbusch „Kamper Weg“
Meerbusch „Kamper Weg“

L4 Meerbusch „Kamper Weg“

Zahlen: 35 ha, 700 WE

Zielsetzung ist die Entwicklung eines nachhaltigen Quartiers für Wohnen, Arbeiten, Erholung und Freizeit, Leben im Alter in Verbindung mit multimodaler Mobilität. Geplant wird für eine gute Durchmischung des Quartiers mit verschiedenen Altersgruppen. Auch für die ortsansässige Bevölkerung ist eine vielfältige Verbesserung der Mobilität zu erreichen. Durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze könnte es gelingen, Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Erholung wieder mehr zu verknüpfen und somit tägliche (Aus-) Pendlerströme zu reduzieren.

Zurzeit wird die Durchführung eines Kooperativen Wettbewerbsverfahrens mit Planungswerkstatt für 2018 vorbereitet. Im Anschluss folgen städtebauliche Vertiefungsentwürfe und Bauleitplanverfahren.

Das Projekt „Kamper Weg“ ist mit dem Projekt „Krefeld Planker Heide“ durch die K-Bahn (L8) und Düsseldorf mit dem Umstieg in die U 79 nach Duisburg verbunden. Auf der Fläche könnte eine Mobilstation mit ausreichender Zahl von Ladestationen für Elektromobilität, Car- und Bikesharing, Lastenrädern und öffentlichen Radabstellplätzen realisiert werden. Darüber hinaus sollen der Stellplatzschlüssel reduziert und unvermeidbare Stellplätze unter die Erde gebracht werden. Eine gute Anbindung an das geplante Radschnellwegenetz ist zu sichern.

Krefeld Planker Heide
Krefeld Planker Heide

L5 Krefeld Planker Heide

Zahlen: 13 ha, 600 WE

In der Planker Heide, früher Fischeln-Ost, wird ein Wohnangebot entlang der K-Bahn/Stadtbahnlinien U 70/U 76 geschaffen. Um möglichst viele zukünftige Nutzer zu erreichen, wird ein hoher Anteil öffentlich geförderter Wohnraum realisiert. Für das Projekt wurde die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 807 – zwischen Kölner Straße und Eichhornstraße – am 3. November 2016 beschlossen.

Durch die neue Wohnbevölkerung werden bestehende Infrastrukturen in ihrem Bestand gesichert und neue geschaffen, z. B. eine Kindertagesstätte. Es sind Dienstleistungsangebote für Pendler und Bewohner geplant.

Die Vernetzung mit anderen Projekten liegt vor allem in der schienengebundenen Verbindung zur City, zum Meerbuscher Projekt Kamper Weg und der Stadt Düsseldorf. Das Projekt Planker Heide optimiert die multimodalen Verkehrsmöglichkeiten zugunsten des Umweltverbunds. Der Fokus liegt auf dem öffentlichen Nahverkehr sowie Fahrrad und Fußgängern.

Ratinger Weststrecke
Ratinger Weststrecke

L6 Ratinger Weststrecke

Der Kreis Mettmann und die Städte Düsseldorf, Duisburg und Ratingen arbeiten gemeinsam an eine Reaktivierung des SPNV auf der Ratinger Weststrecke. Die Planungen sehen eine Nutzung der bisherigen Güterverkehrsstrecke zwischen Duisburg und Düsseldorf über Ratingen-West vor.

Die Ratinger Weststrecke ist im Verkehrsinfrastrukturbedarfsplan des Landes NRW (Stufe 1) enthalten und wurde erneut Ende 2015 beim Land NRW zur Aufnahme in den künftigen ÖPNV-Bedarfsplan prioritär angemeldet. Darüber hinaus wird das Vorhaben im Nahverkehrsplan des VRR und den kommunalen NVP benannt.

Verkehrsprognosen zur Reaktivierung der Ratinger Weststrecke ermittelten ein Fahrgastpotenzial von täglich 16.000 Fahrten (Stand 2015). Ein attraktiver SPNV schafft hier eine umweltfreundliche Anbindung dieser Oberzentren an ihr Umland. Die Ratinger Weststrecke ist als leistungsfähiger Träger auch überregionaler Verkehrsverflechtungen eine echte Alternative zum motorisierten Individualverkehr.

Die Beteiligten haben den erklärten und politisch dokumentierten Willen zur Umsetzung dieses Projekts mit Unterzeichnung der Wedauer Erklärung im November 2016 bekräftigt. Die von einem breiten regionalen Konsens getragene Zusammenarbeit hat Vorbildcharakter in der Region.

Radschnellweg Düsseldorf – Ratingen – Duisburg
Radschnellweg Düsseldorf – Ratingen – Duisburg

L7 Radschnellweg Düsseldorf – Ratingen – Duisburg

Das Projekt ist im Planungswettbewerb Radschnellwege in NRW erarbeitet worden. Ziel des Projekts ist die Verlagerung möglichst vieler Verkehre auf den Umweltverbund durch ein attraktives Angebot.

Der geplante Radschnellweg verbindet Düsseldorf, Ratingen und Duisburg. Er verläuft vom Düsseldorfer Stadtteil Kaiserswerth über Ratingen Zentrum, Ratingen-Lintorf bis nach Duisburg mit Anschluss an den Radschnellweg Ruhr. Ein Abzweig kann in Richtung Düsseldorf-Flughafen geführt werden; weitere Verknüpfungen mit den innerstädtischen Hauptverbindungen des Radverkehrs bieten sich vielerorts an.

Die Projektentwicklung erfolgt gemeinsam mit allen Städten, weitere Akteure sind Straßen.NRW und der ADFC. Im Rahmen der regionalen Kooperation wird eine Projektgruppe gegründet, um eine abgestimmte Planung zu erreichen. Mit dem Radschnellweg werden ca. 83.000 Einwohner in einer Entfernung von 2 km beidseits der Trasse angebunden.

U 76/70: „K-Bahn“ Düsseldorf – Meerbusch – Krefeld
U 76/70: „K-Bahn“ Düsseldorf – Meerbusch – Krefeld

L8 U 76/70: „K-Bahn“ Düsseldorf – Meerbusch – Krefeld

Die Linien U 70 und U 76 der Düsseldorfer Rhein-bahn befahren die 23 km lange ehemalige Kleinbahnstrecke zwischen Düsseldorf Hauptbahnhof und Krefeld Rheinstraße und sind die wichtigste Anbindung für Meerbusch an die beiden Großstädte.

Die U 76 ist die Hauptlinie und verkehrt werktags meist im 20-Minuten-Takt, abends und am Wochenende halbstündlich. Die Schnellverkehrslinie U 70 dient der Entlastung des Berufsverkehrs und beschleunigt diesen durch Auslassen einiger Halte.

Bei einer Verbesserung des Angebots durch eine höhere Taktung, auch am Wochenende und in den Abendstunden, wird die Attraktivität des schienengebundenen ÖPNV für die zukünftigen Bewohner am Kamper Weg und für alle anderen Bewohner in den an die K-Bahnlinie angrenzenden Meerbuscher Stadtteilen Osterath und Büderich gesteigert. Zu einer Attraktivitätssteigerung trägt auch die Aufwertung der einzelnen Haltepunkte bei. Diese werden durch eine Verknüpfung mit anderen Mobilitätsträgern (z. B. Carsharing, Fahrrad) und entsprechend moderne und nachhaltige Infrastruktur (z. B. Mobilstationen mit Sharing-Systemen, Ausbau der E-Mobilität und des Radwegenetzes) zu wichtigen Knotenpunkten für die innerstädtische und die regionale Mobilität werden.

Radschnellweg Duisburg – Krefeld – „Krefelder Promenade“
Radschnellweg Duisburg – Krefeld – „Krefelder Promenade“

L9 Radschnellweg Duisburg – Krefeld – „Krefelder Promenade“

Der Radschnellweg zwischen Krefeld und Duisburg ist eine wichtige Ergänzung und Anbindung zum Radschnellweg Ruhr (RS 1).

Die sogenannte Krefelder Promenade wurde als multifunktionale Freizeitachse für Fußgänger, Radfahrer, Skater etc. weitgehend abseits des Kfz-Verkehrs entlang der das Stadtgebiet von West nach Ost querenden Bahntrasse Mönchengladbach – Krefeld – Duisburg entwickelt. Sie erstreckt sich über 16,5 km von Forstwald bis Uerdingen. Die Promenade hält Verbindungen zwischen Freizeit- und Kultureinrichtungen sowie Stadtteilen, Anbindungsmöglichkeiten an überregionale Freizeitverbindungen und die Verknüpfung der Krefelder Bahnhöfe bereit und bietet Freizeiterlebnis mit Verbindungs- und Erschließungsfunktion.

Neues Bahnhofsquartier Ratingen
Neues Bahnhofsquartier Ratingen

L10 Neues Bahnhofsquartier Ratingen

Im Zuge der Reaktivierung der Ratinger Weststrecke entsteht eine neue S-Bahn Anbindung für die Stadtteile Mitte und West. Damit bietet sich die Möglichkeit momentan getrennte Stadtstrukturen zu verbinden, heutige Gewerbeflächen in Wohnbauflächen umzuwandeln und ein neues Stadtquartier zu entwickeln. Mit der Neugestaltung eines Bahnhofsquartiers besteht die Chance den historischen Stadtkern von Ratingen und den Stadtteil Ratingen West aus den 1960er Jahren besser zu vernetzen.

Im zu entwickelnden Bahnhofsquartier befinden sich u. a. zurzeit attraktive Freizeitangebote, eine Eissporthalle, intensiv genutzte Fußball- und Inline-Hockeyfelder sowie eine Skaterbahn auf der westlichen Bahnseite und das Ratinger Stadion auf der östlichen Bahnseite. Neue und dichtere Baustrukturen mit gemischten Nutzungen erlauben jedoch eine bessere Akzentuierung des öffentlichen Raumes. Der geplante Bahnhof liegt südlich der Fußgängerbrücke, die ein wichtiges Verbindungselement zwischen den Stadtteilen West und Mitte darstellt.“

Die fünfzehn Zukunftsprojekte

Z1 Duisburg Schacht Fritz

Für das ehemalige Gelände der Zeche Fritz hat der Rat der Stadt Duisburg einen Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans für ca. 500 WE gefasst. Die Fläche ist aufgeteilt in 4,5 ha „Grün“ entlang des Grünzugs an der ehemaligen Bahntrasse und der Zeche sowie 9,5 ha Wohnen inkl. Erschließungsanlagen. Die Fläche liegt im unmittelbaren Einzugsbereich des Haltepunkts Rumeln.

Z2 Duisburg Wohnen „Am alten Angerbach“

Der Stadtteil Huckingen ist aufgrund seiner verkehrsgünstigen Lage, insbesondere die direkte Anbindung an die U 79, und seiner durch grüne Auenbereiche des Angerbach-Gewässersystems geprägten Landschaft ein bevorzugter Wohnstandort und Entwicklungsschwerpunkt im Duisburger Süden. Die bauliche Entwicklung des Planbereichs bildet den Abschluss der Gesamtentwicklung des Angerbogens mit 320 WE. Der Planbereich ist Bestandteil des beidseits der Düsseldorfer Landstraße gelegenen Entwicklungsgebiets „Angerbogen“. Grundlage der Entwicklung des Baugebiets mit Wohngebäuden, sozialen Einrichtungen und Grünverbindungen ist ein Rahmenplan der Verwaltung mit differenzierten Bautypologien, einem reich gegliederten stadträumlichen Gefüge und Integration ins Freiraumsystem des Stadtteils Huckingen.

Z3 RheinOrt in Duisburg Hochfeld

Mit RheinOrt entsteht auf 25 ha mit bis zu 3.600 WE ein attraktives Stadtquartier zum Wohnen und Arbeiten in hoher Qualität. Es ist der Zielpunkt für die Verbindung aus der Innenstadt Duisburg über den Stadtteil Hochfeld an den Rhein und schließt damit an den ersten abgeschlossenen Bauabschnitt der 32 ha großen Parkanlage des RheinPark an. Nach Aufgabe der industriellen Nutzung wird das Quartier in weiteren Schritten mit einer Mischung aus Wohnen, nicht störendem Gewerbe und Büronutzungen realisiert. Die direkte Lage am Rhein ist hervorragend, verkehrstechnisch ideal angebunden durch die Bahn (Bahnhof Hochfeld-Süd), die Straßenbahn 903, über die Bocksbarttrasse gut mit dem Fahrrad erschlossen und liegt an der geplanten Trasse des Radschnellwegs Ruhr. Die Haupterschließungsachsen ermöglichen eine direkte Verbindung aus dem Stadtteil Hochfeld durch das zukünftige Quartier „RheinOrt“ zum RheinPark und zum Rhein. Hochfeld erfährt durch dieses Projekt eine städtebauliche Aufwertung und direkten Zugang zum Rhein.

Z4 Rhein-Ruhr-Express (RRX)

Der RRX wird ab 2018 als neues, leistungsfähiges Angebot den Vorlaufbetrieb starten. Er verbindet im 15-Minuten-Takt die regionalen Zentren im Rhein-Ruhr-Gebiet und besitzt überregionale Bedeutung. Die endgültige Fertigstellung des Zielnetzes wird für 2035 erwartet; ein Zeitraum, in dem die meisten Projekte des RegioNetzWerks realisiert sein werden. Durch den RRX sollen täglich ca. 30.000 Personenfahrten vom Auto auf die Bahn verlagert werden. Entscheidend für das Erreichen dieses Ziels sind konkurrenzfähige Tür-zu-Tür-Reisezeiten. Hier setzen die Projekte des RegioNetzWerks an. Sie profitieren einerseits vom RRX, indem sie das schnelle und hochattraktive Angebot für die Region nutzen, andererseits gewinnt der RRX durch die Projekte des RegioNetzWerks, da Siedlungsentwicklung und Mobilität integriert und regional gedacht werden. Verdichtete Quartiere an der Schiene ermöglichen durch Mobilstationen, optimierte Angebote, aufgewertete Haltepunkte des ÖPNV (Sharing-Angebote, B+R) und Radschnellwege als starke Zubringer zum SPNV Mobilität in der Region auch ohne eigenen Pkw. Mit der Ratinger Weststrecke und den für den SPNV erschlossenen Quartieren entsteht eine weitere leistungsfähige SPNV-Achse für die Region.

Z5 Krefeld Fischeln Ost

Die Siedlungsentwicklungsfläche liegt zwischen der K-Bahn und dem Fischelner Bruch. Das Gebiet umfasst auf vier Teilflächen eine Größe von insgesamt 16,8 ha. Im FNP ist Wohnbaufläche dargestellt.

Erste planerische Ideen gehen dahin, die Quartiere zur Landschaft zu öffnen, um die Qualität der angrenzenden Bruchlandschaft erlebbar zu machen. Zwischen den Quartieren und der Landschaft sind parkartige Strukturen vorgesehen. Der Stadtrand ist damit nicht die Rückseite der Siedlungen. Die bestehenden Grünflächen, die Fischeln mit der Landschaft verbinden, werden vernetzt und insgesamt aufgewertet.

Jedes Quartier erhält einen eigenen zentralen Platz, der von raumbildender Bebauung eingefasst wird. Spielplätze, gemeinnützige Einrichtungen oder Mischnutzungen in den Erdgeschossen machen die Nutzungsmischung aus.

Z6 Interkommunales Gewerbegebiet Meerbusch-Krefeld

Das zukünftige interkommunale Gewerbegebiet liegt beidseits der A 44 mit einer Fläche von 51 ha in Krefeld und 70 ha in Meerbusch. Aufgrund seiner Größe und Lage sowie der sehr guten Verkehrsanbindung kann das Gewerbegebiet besondere Bedeutung für die Region erlangen. Trends in der Gewerbeentwicklung und in zukünftigen Arbeitswelten sollen bei der Entwicklung mitgedacht werden. Städtebauliche Qualität im Gebiet ist zu sichern und mit multimodalen Mobilitätskonzepten zu verknüpfen. Weitere Schritte: Abschluss eines landesplanerischen Vertrags, Gründung einer gemeinsamen Entwicklungsgesellschaft, stufenweise Entwicklung.

Z7 U 81 | Ratingen – Düsseldorf Flughafen – Meerbusch

Der Flughafen Düsseldorf soll an das Stadtbahnnetz angeschlossen werden. Dafür ist eine neue Stadtbahnlinie „U 81“ vorgesehen. Diese soll neben der Anknüpfung des Flughafens an das städtische Stadtbahnnetz durch die Fortsetzung im Westen über die Station Arena/Messe Nord hinaus und eine Rheinquerung Anschlüsse in Richtung Neuss, Meerbusch und Krefeld finden. Nach Osten ist eine Verlängerung zum bestehenden Fernbahnhof und nach Ratingen geplant.

Z8 Projekt Niederkasseler Lohweg 20 in Lörick

Das Plangebiet in Düsseldorf-Lörick ist ca. 1 Hektar groß. Vorgesehen ist die Entwicklung eines Wohnstandortes auf einem bisher gewerblich genutzten Grundstück mit final insgesamt ca. 230 WE. Das Gebiet liegt im Übergangsbereich zwischen den großmaßstäblichen Baukörpern des Bürostandorts „Seestern“ und der westlich angrenzenden Wohnbebauung von Lörick. Das Handlungskonzept Wohnen der Landeshauptstadt Düsseldorf findet mit Elementen des geförderten und preisgedämpften Wohnungsbaus Anwendung. Das städtebauliche Konzept sieht vier Baukörper vor, die sich um einen zentralen, begrünten Innenhof gruppieren. Im Südosten des Plangebiets ist ein Hochpunkt mit 19 Geschossen vorgesehen.

Z9 Güterbahnhof Oberkassel II

Das Plangebiet mit einer Größe von 6,8 ha umfasst die westliche Hälfte des stillgelegten Güterbahnhofs Oberkassel und die Flächen einer bis Anfang 2015 dort ansässigen Holzgroßhandlung. Auf der östlichen Hälfte des ehemaligen Güterbahnhofsgeländes wurde bereits ab 2010 unter dem Namen „Belsenpark“ ein Wohngebiet mit großzügigem öffentlichen Park und Fußgängerzone realisiert. Das Plangebiet soll entsprechend der Rahmenplanung „Güterbahnhof Oberkassel“ für eine Wohnnutzung und im westlichen Bereich für Büronutzungen entwickelt werden. Insgesamt sollen rund 650 WE und ca. 29.000 qm Büroflächen geschaffen werden.

Z10 Radschnellweg zwischen Ratingen und Düsseldorf

Aufgrund der starken Pendlerbeziehungen zwischen Ratingen und Düsseldorf, die größtenteils über Kfz-Fahrten abgewickelt werden, soll die bestehende Radverkehrsverbindung als Radschnellweg attraktiviert werden. Ziel ist die Vernetzung ab Ratingen-Lintorf bis Düsseldorf-Zentrum. Diese Verbindung würde eine Netzergänzung in Bezug auf den geplanten Radschnellweg zwischen Düsseldorf, Ratingen und Duisburg darstellen (L7).

Z11 Düsseldorf Westfalenstraße

Im Südteil von zwei insgesamt 6,7 ha großen ehemaligen Betriebsflächen entstehen derzeit auf Grundlage eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans ca. 150 WE, ein neuer Quartiersplatz, eine Kita und in Ergänzung des Stadtteilzentrums ein 5.000 qm großes Einkaufszentrum. Im Nordteil können weitere 400 – 500 neue WE geschaffen werden. Das neue Quartier liegt in der Nähe des S-Bahnhaltepunkts Düsseldorf-Rath, der an die Ratinger Weststrecke angebunden werden soll.

Z12 Ratingen Felderhof

Die Wohnflächenentwicklung auf dem Gelände einer ehemaligen Spiegelglasfabrik umfasst ca. 260 WE in durchmischter Bebauung. Geplant ist ein Lärmschutzwall zur Bahnlinie. Ein Nahversorger sowie eine fußläufige Anbindung an den südwestlich gelegenen Erholungspark Volkardey mit Grünem See und Silbersee bestehen bereits. Ein großer Bereich dieses Wohnquartiers liegt im 1.000-m-Radius des Westbahnhofs. Durch den Straßenbahnhaltepunkt Felderhof (ca. 550 m entfernt) ist das Wohnquartier über die U 72 an Ratingen-Mitte und an Düsseldorf angeschlossen.

Z13 Ratingen Umfeld Westbahnhof

Neue Siedlungsflächen sollen durch eine Umwandlung von heutigen Gewerbeflächen in Wohnbauflächen mobilisiert werden. In einem moderativen Wettbewerb wurden dazu im Jahr 2002 perspektivisch Flächenpotenziale ermittelt. Ein Standortsuchverfahren soll neue Standorte für die zu verlagernden Gewerbebetriebe finden. Beim Umfeld des Westbahnhofs handelt es sich um einen attraktiven Freizeitstandort mit Freizeiteinrichtungen. Der geplante Bahnhof liegt südlich der Fußgängerbrücke als wichtiges Verbindungselement zwischen den Stadtteilen West und Mitte. Das Umfeld wird fußläufig durch die Ratinger Weststrecke erschlossen.

Z14 Ratingen Bahnhofsumfeld Tiefenbroich

Das Tiefenbroicher Bahnhofsumfeld erfährt durch die Ratinger Weststrecke eine deutliche Aufwertung. Die Jugendherberge, der neue Sportpark und die Finnenlaufbahn liegen im östlichen Bahnhofsumfeld. Die attraktive ÖPNV-Anbindung befördert auch die umliegenden Gewerbebetriebe. Die westlich der Ratinger Weststrecke liegenden Wohnquartiere sollen über eine Fuß- und Radwegeverbindung an den S-Bahn-Haltepunkt Tiefenbroich angeschlossen werden.

Z15 Ratingen Lintorf West

In Lintorf ist eine innovative familien- und seniorengerechte Siedlungsentwicklung am westlichen Siedlungsrand vorgesehen. Die Fläche umfasst ca. 6 ha für ca. 300 WE und ist in 500 m fußläufig über den S-Bahn-Haltepunkt Lintorf an die Ratinger Weststrecke und den kommunalen ÖPNV angebunden. Mit der Gestaltung der Freiraumstrukturen wird eine Verbindung zum westlich gelegenen Waldgebiet geschaffen. Die Anbindung an den geplanten Radschnellweg L7 ist über ein vorhandenes Wegenetz in ca. 500 m Entfernung gesichert. Der gewerbliche Bereich nördlich des geplanten S-Bahn-Haltepunkts soll langfristig für Wohnnutzungen und wohnverträgliche Nutzungen aufbereitet werden.

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