Herausforderungen und Aufgaben für das RegioNetzWerk

Lage und Begabungen

Die Lage des RegioNetzWerks ist durch die Schnittstelle von Ruhrgebiet, Rheinland und Niederrhein gekennzeichnet. Hier treffen starke Wirtschaftskraft mit einem hohen Grad an Internationalität, attraktive Wohnqualitäten, vielfältige Freizeitinfrastruktur, charakteristische Landschaften und hoch qualifizierte Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen auf tief verwurzelte Traditionen in Kultur, Architektur und Lebensweisen. Die Region ist durch ein vielschichtiges Netz aus Mobilitätsstrukturen und Raumbeziehungen verbunden. Mit dem internationalen Flughafen Düsseldorf und dem größten Binnenhafen Europas in Duisburg ist das RegioNetzWerk wichtige Drehscheibe im europäischen Mobilitätsgeflecht, das sich durch Lebensqualität und Produktivität auszeichnet. Als Scharnier zwischen Ruhrgebiet, Niederrhein und Rheinland verbindet die Region auch mental unterschiedliche Charaktere des Landes. Im Leben der Menschen ist das RegioNetzWerk schon heute ein Raum ohne Stadtgrenzen.

Herausforderungen des RegioNetzWerks

Erste große Herausforderung ist der hohe Siedlungsdruck. Die Vorausberechnungen der Bezirksregierung Düsseldorf zeigen, dass die Anzahl der Haushalte im RegioNetzWerk bis 2030 steigen wird, in Düsseldorf sogar im zweistelligen Prozentbereich. Das bedingt unter Berücksichtigung aller Möglichkeiten im Bestand einen Bedarf an Wohnungsneubau von 60.000 WE bis 2030 im RegioNetzWerk für ca. 100.000 Menschen. Demgegenüber steht ein großes Defizit an Entwicklungspotenzialen.

Zweite große Herausforderung ist die Reduzierung der immensen Verkehrsbelastung – 600.000 Pendler täglich - mit negativen Auswirkungen wie Flächeninanspruchnahme, Kosten für Straßenausbau, Lärm, Feinstaub und Stress. Siedlungsentwicklungen müssen daher an eine Verbesserung der Mobilitätsinfrastruktur gekoppelt sein, die eine Verlagerung des Modal Splits in Richtung des Umweltverbunds erleichtern. Nur wenn der Nahverkehr ausgeweitet wird und die Etablierung von Radschnellwegen gelingt, ist weitere Siedlungsentwicklung zu verantworten.

Vorstellung der Partner


Duisburg

Als Scharnier der Metropolen Rheinland und Ruhrgebiet ist Duisburg - die Stadt an Rhein und Ruhr – exzellent vernetzt und international ausgerichtet. Es vereint Europas größten Binnenhafen und Logistikhub mit bedeutendster Stahlproduktion und einer starken Unternehmerschaft. Der Wohnstandort Duisburg bietet kulturelle Highlights sowie vielfältige Freizeitangebote, während die Universität Duisburg-Essen sowie weitete Hochschulen und kommunale Angebote für zukunftsorientierte Bildung sorgen

Ansprechpartnerin:
Gudrun Litzkendorf

Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement
Friedrich-Albert-Lange-Platz 7
47051 Duisburg


Düsseldorf

Die Lebensmetropole Düsseldorf liegt im Herzen der Wirtschaftsregion Rhein-Ruhr. Als moderne Stadt des 21. Jahrhunderts hat die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens mit ihrer vielseitigen Wirtschaftsstruktur erhebliche Standortvorteile und gute Wachstumsaussichten, um ihre Rolle in der globalen Vernetzung der Märkte auszufüllen. Ausdruck für die anhaltend positive Entwicklung ist der sich in der Veränderung des Stadtbildes widerspiegelnde dynamische Wandel.

Ansprechpartnerin:
Charlotte Selter

Landeshauptstadt Düsseldorf Stadtplanungsamt
Brinckmannstraße 5
40225 Düsseldorf


Krefeld

Krefeld ist eine Stadt deren Stadtmentalität durch ein progressives urbanes Grundklima geprägt ist, das sich aus Spaß am Anderssein, unabhängigem Denken und Experimentierfreude speist. Produktinnovation, modernes Design, zeitgenössische Architektur und experimentelle Kulturarbeit sind die profilgebenden Bestandteile der Stadtmarke Krefeld, die mit dem Stadtslogan „Stadt wie Samt und Seide“ die Herzen und Köpfe erreicht.

Ansprechpartner:
Dr. Karl Werner Böttges
Stadt Krefeld Stadtplanung
Parkstraße 10
47829 Krefeld


Meerbusch

Meerbusch und seine grüne Niederrheinlandschaft bieten nicht nur Familien mit Kindern das richtige Umfeld mit hoher Wohnqualität. Die Stadt ist städtisch und dörflich zugleich, modern aber auch traditionell gewachsen, innovativ und bodenständig. Straße, Schiene und Flughafen verbinden sie mit der Region, Europa und der Welt. Dabei ist Meerbusch nicht nur Wohnort zwischen Großstädten: Namhafte Firmen haben sich angesiedelt und das Interesse an Gewerbegrundstücken ist groß.

Ansprechpartnerin:
Kirsten Steffens

Stadt Meerbusch Stadtplanung und Bauaufsicht
Wittenberger Straße 21
40668 Meerbusch Lank-Latum


Ratingen

Die Stadt Ratingen ist die größte Stadt im Kreis Mettmann. Eingerahmt von den großen Städten an Rhein, Ruhr und Wupper bietet sie nicht nur hervorragende Verkehrsanbindungen sowie eine ausgeprägte Infrastruktur, sondern auch attraktive Kultur- und Freizeitangebote. Auch als leistungsstarkes Wirtschaftszentrum für eine breitgefächerte Palette von Industrien, Gewerbe, Handel und Dienstleistungsunternehmen weiß die Stadt zu überzeugen.

Ansprechpartnerin:
Maria Fieweger-Stockmann

Stadt Ratingen Amt für Stadtplanung, Vermessung und Bauordnung
Stadionring 17
40878 Ratingen


Kreis Mettmann

Der Kreis Mettmann versteht sich als grünes Zentrum und attraktiver Wirtschafts- und Wohnstandort inmitten der NRW-Zentren. Er bietet eine gut ausgebaute Infrastruktur mit kurzen Wegen und Urbanität gepaart mit ruhigem Leben in der Natur – viele zusammenhängende Naturflächen machen den Kreis zur „Grünen Lunge" der Region. Eine Vielzahl von Unternehmen, von Bio-, Informations- und Kommunikationstechnologie bis zu Automobilzulieferern haben die Vorteile für sich erkannt.

Ansprechpartner:
Marcel Beckmann

Kreis Mettmann Kämmerei – Nahverkehrsplanung
Düsseldorfer Straße 26
40822 Mettmann

Genese

Das Land NRW hat im Sommer 2016 Großstädte und ihre Nachbarkommunen zur Einreichung von Projektskizzen im Rahmen der Initiative „StadtUmland.NRW“ aufgefordert. Grundgedanke ist die Förderung von Zukunftskonzepten zur interkommunalen Kooperation, die sich konkret mit Fragen der Bevölkerungs- und Siedlungsentwicklung sowie Fragen der Mobilität und neuer Infrastruktur auseinandersetzen. Der Wettbewerb bestand aus zwei Phasen.

Die Städte Düsseldorf, Duisburg, Krefeld, Meerbusch, Ratingen sowie der Kreis Mettmann sind im Zuge dieses Projektaufrufs miteinander in Kontakt getreten, um Ansätze und Chancen einer gemeinsamen Projektskizze und damit eines zukunftsfähigen Kooperationskonzepts auszuloten. Ergebnis dieses Prozesses war die gemeinsame Bewerbung. Die Projektskizze unter dem Titel „RegioNetzWerk“ wurde in Form von drei Plakaten fristgerecht eingereicht und schließlich durch das Auswahlgremium für die zweite Projektphase nominiert.

Das RegioNetzWerk wurde für die zweite Phase ausgewählt und aufgefordert, ein Zukunftskonzept „RegioNetzWerk“ zu konkretisieren, welches mit 4 konkretisierten Wettbewerbsplakaten am 07. April 2017 eingereicht wurde.

Nachdem die fachübergreifende Jury am 10. Mai 2017 die Konzepte diskutierte und in einem Preis-gericht prämierte, wurde am 18. Mai 2017 im Zuge der Polis Convention das Ergebnis des intensiven Diskussionsprozesses bekannt gegeben. Aufgrund ihres herausragenden methodischen wie inhaltlichen Niveaus sowie ihrer innovativen und integrativen Ausrichtung wurden drei Konzepte mit besonderem Vorbild-Charakter für NRW hervorgehoben; das RegioNetzWerk ist eines dieser Konzepte.

Alle beteiligten Kommunen des RegioNetzWerks sehen sich durch die positive Bewertung in ihrer Arbeit bestärkt. Daher sieht man nun erwartungsvoll einer weiteren Zusammenarbeit der regionalen Kooperation entgegen.

Nach diesem tollen Erfolg für das neue regionale Netzwerk entlang des Rheins wurde an den Projekten und der Zusammenarbeit weitergearbeitet. Das Team RegioNetzWerk trifft sich weiter, um die regionale Kooperation weiter zu entwickeln. Jede Kommune verfolgt die Umsetzung seiner Leitprojekte. Die jeweiligen Räte und politischen Gremien der Netzwerkstädte und des Kreises Mettmann beabsichtigen bis Anfang 2018 das Zukunftskonzept zu ratifizieren.

Philosophie des Netzwerks:

Aufgrund der gleichen Aufgaben und der bestehenden räumlichen Abhängigkeiten müssen im RegioNetzWerk für die Fragen des Siedlungsdrucks regionale Antworten gefunden werden. Motorisierte Individualverkehre müssen durch neue und bessere Mobilitätsangebote reduziert werden. Als Synergieeffekt werden Klimaschutzziele, die Verminderung von Umweltbelastungen sowie die Wahrung der Wachstumschancen und der wirtschaftlichen Produktivität in ein Gleichgewicht gesetzt. Leben und Mobilität in der Region sollen durch neue Strukturen und Angebote einfach, schnell, bequem und dauerhaft attraktiv sein.

Struktur der Gremien

Schon heute bestehen bilaterale Kooperationen in der Region. Mit dem RegioNetzWerk wird die Zusammenarbeit zu einer regionalen Struktur gefestigt und thematisch ausgeweitet.

Das organisatorische Fundament ist das Team RegioNetzWerk, in dem alle sechs Partner vertreten sind und wo die Steuerung und die Zusammenführung der Ergebnisse erfolgt. Das Team RegioNetzWerk ist auf der Ebene der Amts- oder Abteilungsleitungen angesiedelt. Das Team RegioNetzWerk ist regionales Strategie- und Lerngremium.

Auf der Arbeitsebene der Fachverwaltungen wird die Umsetzung der Projekte durch ressortübergreifende Projektgruppen mit interkommunalen Beteiligten und Externen gesteuert.

Die Verbindlichkeit der regionalen Kooperation wird durch halbjährliche Regionale Beigeordnetenkonferenzen gesichert. Hier findet der Ausgleich zwischen regionalen und kommunalen Interessen statt und mündet in verlässliche Absprachen.

Ein wesentliches Element einer Umsetzbarkeit von regionalen Zielen ist die intensive politische Verankerung, die in der RegioKonferenz stattfindet. Die RegioKonferenzen adressiert sich vor allem a die Politik.

Um die praktische Arbeit der Regionalen Kooperation bewältigen zu können, wird von allen Partnern gemeinsam ein Regionaler Netzwerker installiert. Die Stelle des Netzwerkers wird zeitnah besetzt werden. Der Netzwerker ist der Regionalität verpflichtet und unterstützt das Team auf der Strategie- und Umsetzungsebene.

Das schrittweise Wachsen des RegioNetzWerks

Das RegioNetzWerk versteht sich als lebendiger Teil der neuen Metropolregion Rheinland, der aktiv an der Entwicklung des übergeordneten Raums mitwirkt.

Das Netzwerk ist zum jetzigen Zeitpunkt eine weiche Kooperation, die sich nach folgendem Grundprinzip entwickeln soll: Organisationsform und Verbindlichkeit ändern sich in Abhängigkeit zu den gemeinsamen Zielen der Partner und den dazu notwendigen Erfordernissen („form follows function“).

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